Dossier WorkLife

Feuerprobe: Therapeutin Dorit Bornkessel

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Unsere Berufswege verlaufen heute nicht mehr linear, im Gegenteil – oftmals kommen wir erst über eine Umleitung oder mehrere Abzweigungen auf die Spur, auf der wir schließlich wirklich unsere Spuren hinterlassen können und wollen. Bei Dorit Bornkessel zeichnete sich der erste Schlenker bereits in der Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel ab, als sie merkte, dass sie zukünftig lieber im sozialen Bereich und mit Menschen arbeiten möchte. Trotz allem schloss sie die Ausbildung ab, holte die Fachhochschulreife nach und begab sich schließlich erneut in die Ausbildung, dieses mal zur Erzieherin.

„Diesen Beruf habe ich mit viel Freude ausgeübt, jedoch bemerkte ich irgendwann, dass ich weiter gehen möchte, mich weiter entwickeln und ausbilden möchte.“

Die Zeit um sich darüber klar zu werden, was sie möchte und brauche, gab sie sich auf dem Jakobsweg. Sie kehrte mit einem neuen Plan zurück, kündigte alles, was sie hatte und brach auf nach Potsdam, um dort Soziale Arbeit zu studieren. Nach dem erneuten Abschluss erlebte Dorit Bornkessel einige erfolgreiche Jahren in diesem Beruf, coachte langzeitarbeitslose Menschen und hielt Seminare und Workshops zu Stress- und Motivationsthemen.

Schließlich begann sie die Ausbildung zur systemischen Einzel-,Paar-, Familientherapeutin bei der GST – Gesellschaft für systemische Therapie und Beratung in Berlin und bemerkte dabei zunehmend, dass sie zu sehr im Hamsterrad gefangen war. Der Kontakt zu ihren Ideen und Sehnsüchten war verloren gegangen, sie hatte keine Zeit mehr, um sich zu fragen, was sie wirklich möchte.

„Ich kündigte mein Job, ging für sieben Wochen auf den Jakobsweg (Atlantikküste), ließ mich dort ordentlich durchpusten, hatte Zeit, mich zu sortieren und zu fokusieren.“

Das Ergebnis: 2015 begann Dorit Bornkessel nicht nur die Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie, sondern gründete gemeinsam mit ihrer Kollegin Sandra Nink in Berlin die Praxisgemeinschaft frei.leben, in der das Team Klienten zur systemischen Beratung und Therapie empfängt.

Feuerprobe

1. Wofür kannst du dich begeistern, wofür brennst du?

Für das Leben und für die Herausforderungen immer wieder Neues zu lernen, zu erfahren und zu erspüren

2. Wie fühlst du dich, wenn du begeistert bist?

Ich bin wach, klar, entschlossen, fröhlich, voller Tatendran, im Hier und Jetzt. Ich spüre meine Lebensenergie

3. Die Farbe der Begeisterung ist …

orange

4. Welches Geräusch liebst du?

Das Rauschen der Blätter im Wald.

5. Mit welchem Geruch verbindest du eine schöne Erinnerung?

Die Luft nach einem Sommergewitter.

6. Was ist dein Lieblingswort und warum?

Vertrauen

Warum: Vertrauen ist für mich, die Hingabe sich auf die Welt einzulassen, das anzuerkennen was jetzt da ist ohne es zu bewerten.

7. Welchem Beruf, außer deinem eigenen, würdest du gerne nachgehen?

Auf einem Bauernhof ein kleines Cafe betreiben, mit Produkten aus eigener Herstellung.

8. Was motiviert dich, wenn es mit der Begeisterung mal nicht so klappen will?

Ein guter Kaffee!

Vielen Dank!

2 Comments

  1. Lena Hausmann

    16. Februar 2017 at 9:49

    Liebe Nadine! Ich bin ganz begeistert von deinem Magazin! Ich wünsche dir einen guten Start damit und vorallem viel Freude weiterhin. Mich hat darin zu lesen heute früh tatsächlich schon ein wenig fröhlicher gemacht. TOLL!
    Ganz liebe Grüße. Lena
    PS Was macht eigentlich die Hose?

  2. Nadine

    16. Februar 2017 at 11:41

    Liebe Lena, das ist ja das Beste, was passieren kann! Freut mich, dass es dich erfreut hat. Und die Hose – wird! Viele liebe Grüße! 😉

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