Interview

Feuerprobe: Comedian Robert Treutel aka Bodo Bach

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Ich freue mich sehr, dass Comedian Robert Treutel mir seinen Zündstoff für Begeisterung verraten und sich Zeit für die Feuerprobe genommen hat, vielen Dank!

Mit seinem Alter Ego ‚Bodo Bach‘ fing 1994 alles an und bis heute entlockt Robert den Menschen das, was für die Gesundheit tatsächlich richtig gut ist, nämlich ein befreiendes Lachen.

Wenn wir lachen ist nicht nur der ganze Körper damit beschäftig, sondern auch der Geist! Eigentlich geht dann nichts anderes mehr, oder hast du schon mal versucht, herzhaft zu lachen und dabei eine Rechenaufgabe zu lösen oder ein Gedicht aufzusagen? Wir hören schlagartig mit allem anderen auf, halten uns vielleicht noch den Bauch und schütteln uns von Kopf bis Fuß, wenn uns so ein richtiger Lachflash im Griff hat.

Und deshalb war ich auch gleich von der Benefitzveranstaltung „Lachen gegen Depressionen“ begeistert, für die Robert Treutel mit seinem Kollegen Henni Nachtsheim auf die Bühne geht. Alle Informationen dazu findest du nach der Feuerprobe, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat und mit der ich dir jetzt viel Spaß wünsche!

Wofür kannst du dich begeistern, wofür brennst du?

Für Rücksichtnahme. Ich mag es sehr, wenn Menschen auch mal nach hinten schauen, nicht im Weg stehen und die Ellenbogen einfahren.

Wie fühlst du dich, wenn du begeistert bist?

Rundum zufrieden.

Die Farbe der Begeisterung ist …

… ein Himmelblau.

Welches Geräusch liebst du?

Das knarrige Knirschen von festem, frostigem Schnee, wenn man drüber läuft.

Mit welchem Geruch verbindest du eine schöne Erinnerung?

Der Duft von frisch gewaschener Wäsche auf der Leine im Garten. Da sind sofort Bilder einer schönen Kindheit im Kopf. „Schule aus, ich kam nach Hause und an einem sonnigen Tag bin ich durch die Wäschespinne gelaufen und habe diesen Geruch genossen.“

Was ist dein Lieblingswort und warum?

Puuh – schwierige Frage. Ein Wort, das mir bis heute immer wieder über den Weg läuft ist „Körvsche“. Das ist stark hessisch für: enge, scharfe Kurve. Nach über 50 Jahren habe ich dieses Wort immer wieder mal im Kopf. Als kleiner Junge habe ich mit meinen Eltern eine Oma im Hintertaunus besucht. Die Straße dorthin war eine sehr kurvenreiche Strecke. Ich stand hinten im Auto auf dem Getriebetunnel (ich glaube, so heißt das Ding) zwischen Fahrer- und Beifahrersitz. Ja, Gurte gab es damals nicht. Jedenfalls stand ich da und habe mich aufs „Körvsche“ gefreut. Das war eine besonders scharfe Kurve bei der ich jedes Mal umgekippt bin.

Welchem Beruf, außer deinem eigenen, würdest du gerne nachgehen?

Ein Handwerk. Am liebsten Schreiner. Jetzt, wo ich drüber nachdenke vielleicht sogar Instrumentenbauer. Ich laufe oft an so einer kleinen Werkstatt vorbei. Dann schaue ich ins Schaufenster und mag die romantische Atmosphäre. Ich muss aber dazu sagen, dass ich kein Instrument spielen kann. Deshalb wird es mit der Umschulung wohl auch nix mehr.

Was motiviert dich, wenn es mit der Begeisterung mal nicht so klappen will?

Leider der Zeitdruck. Ich bin ein „auf die letzte Sekunde Schaffer“. Obwohl ich mir immer wieder vornehme die Aufgabe rechtzeitig in Angriff zu nehmen, läuft es doch stets „auf den letzten Drücker“ raus.

 Vielen Dank!

 

Lachen gegen Depressionen mit Henni Nachtsheim und Robert Treutel (Bodo Bach)

Benefitzveranstaltung zugunsten des Frankfurter Bündnis gegen Depressionen e.V.

Sonntag, 10. September 2017, um 19 Uhr im Capitol Offenbach

Tickets gibt’s hier

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